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WLAN-Vernetzung

Teil 2: Das W-LAN Netzwerk

Jeder DSL Nutzer steht irgendwann einmal vor der Wahl, auf welche Weise er seine Geräte miteinander vernetzen möchte. Die häuslichen Gegebenheiten spielen dabei ebenso eine Rolle wie persönliche Vorlieben und Ansprüche. Eine perfekte Methode zur Vernetzung existiert leider nicht. Aber mit dem nötigen Hintergrundwissen, kann man leicht eine Entscheidung in die ein oder andere Richtung fällen.

Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Möglichkeiten, um per DSL ins Internet zu gehen:

  1. Die schnurgebundene Ethernet Verbindung
  2. Die kabellose W-LAN Verbindung
  3. Die Vernetzung über das Stromnetz
  4. Die POF Vernetzung (Polymer Optical Fiber)

Alle vier Arten verfügen über Vor- und Nachteile, die wir Ihnen hier vorstellen möchten.

2. Die kabellose Vernetzung (WLAN)


WLAN

Wer mehrere Rechner in einem Netzwerk zusammenfassen möchte, fährt in der Regel mit einer kabellosen Verbindung besser. Nahezu alle neueren Router bieten diese W-LAN Funktionalität. Sie sparen sich jeglichen Kabelsalat und können ohne größeren Aufwand Rechner in Arbeits-, Wohn-, oder Schlafzimmer miteinander verbinden.

Großes Problem hierbei ist die Reichweite. Zwar preisen die Hersteller ihre Geräte oft mit sensationellen Reichweiten von mehreren hundert Metern an, im Kleingedruckten liest man dann aber, dass dies nur im Freien gilt. In Häusern und Wohnungen sind diese Reichweiten also rein theoretischer Natur. Betonwände, Türen oder Einrichtungsgegenstände wirken reflektierend auf die ausgestrahlten Wellen und schränken die Reichweite ein. Wenn Sie mit solchen Problemen zu kämpfen haben, können Sie einen Repeater zwischenschalten, oder eine leistungsfähigere W-LAN Antenne erwerben.

Wenn Sie noch eine alte FRITZ!Box Ihr Eigen nennen, sind Sie fein raus, da diese auch im Repeaterbetrieb genutzt werden kann. Wenn dem nicht so ist, gibt es Geräte wie den Speedport W100 XR der Telekom oder den Siemens Gigaset WLAN Repeater 108, die um 50-70 Euro kosten. Ein Repeater leitet das vom Router empfangene Signal weiter, ist also eine Art Verstärker, den man so platzieren kann, dass das DSL-Signal auch vom Keller in höhere Stockwerke gelangt. Besonders einfach wird es mit dem bald erscheinenden FRITZ!-WLAN Repeater N/G, der einfach nur in eine Steckdose gesteckt werden muss und sich per Knopfdruck mit der FRITZ!Box verbindet. Eventuell kann es auch reichen, einfach eine im Handel erhältliche separate W-LAN Antenne mit besserer Sendeleistung anzuschaffen. Lassen Sie sich hierbei fachkundig beraten, um das für Ihre Ausstattung geeignete Modell zu erhalten.

Siemens Gigaset
W-LAN Repeater Gigaset

Nachteil einer W-LAN Verbindung ist natürlich die Strahlung, die bei Verwendung in den Räumen umher schwirrt. Dieser Elektrosmog beeinträchtigt zwar nach neueren Untersuchungen die Gesundheit nicht, Langzeitstudien gibt es hier aber natürlich noch nicht. Gerade wer kleinere Kinder im Haushalt hat, ist möglicherweise besser damit bedient, die etwas aufwendigere, aber strahlungsarme Kabelverbindung vorzuziehen.

Aus dem Umstand der kabellosen Vernetzung entspringt naturgemäß auch die Abhörgefahr. Zig Tausend Bundesbürger surfen immer noch mittels unverschlüsselter Funknetzwerke, oder mithilfe leicht zu knackender Verschlüsselungstechniken. Hier ist also klar zu betonen, dass unbedingt eine WPA2 (Wi-Fi Protected Access 2) Verschlüsselung benutzt werden sollte. Diese können Sie während des Konfigurationsprozesses Ihres Routers auswählen. Diese Technik ist bisher nicht geknackt worden und schützt Ihre Daten zuverlässig, zumindest was den Übertragungsweg durch die Luft angeht.

Bei der W-LAN Vernetzung ist auch noch zu beachten, dass zusätzliche Hardware angeschafft werden muss. Denn jeder Rechner, der auf diese Weise vernetzt werden soll, muss auch W-LAN-fähig sein. Neuere Notebooks sind das oft schon von Hause aus, stationäre Rechner müssen hingegen meist mit einem W-LAN USB-Stick nachgerüstet werden. Ist kein USB-Steckplatz mehr frei, ist dies auch durch den Einbau einer entsprechenden PCI-Karte zu realisieren. Eine dritte Variante finden Sie hier: WLAN-Clients.

Die Übertragungsgeschwindigkeit innerhalb eines W-LANs beträgt ausreichende 54 Mbit/sec. Mit den Routern, die den W-LAN Standard 802.11n unterstützen (z.B. Speedport W503V, siehe Router), sind maximal bis zu 300 Mbit/sec. möglich, ein Wert, der in der Praxis aber in der Regel nicht erreicht wird.

Wertung:
+ kein Kabelsalat
+ Router meistens W-LAN fähig
+ alte Fritzbox als Repeater nutzbar

- Elektrosmog
- Funklöcher möglich
- zusätzliche Hardware nötig
- nicht von Hause aus abhörsicher


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Falls Sie mehr als die vier LAN-Ports benötigen, die Ihnen Ihr DSL-Router zur Verfügung stellt, empfehlen wir Ihnen den Beitrag über Netzwerk Erweiterung

(Extra Beitrag zum Thema Devolo und Entertain)

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