Onlinebanking ist rasant am wachsen. Der Anteil der Deutschen, die Ihr Girokonto online führen ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Von 26 Prozent im Jahr 2004 auf 32 % im Jahr 2006 und schließlich 35 % im Jahr 2007.
Gleichzeitig wächst selbstverständlich auch die Anzahl der Überweisungen, die per Onlinebanking durchgeführt wurden. Von 1,38 Milliarden 2004 auf 1,61 Milliarden 2005 auf 1,82 Milliarden in 2006.
Dieser Zustrom zum Onlinebanking weckt natürlich auch Begehrlichkeiten auf Seiten der Betrüger im Internet. Da werden munter Zugangsdaten gestohlen, Kontoguthaben abgehoben bzw. überwiesen oder Überweisungen manipuliert. Um an ein sicheres und gut geschütztes Onlinekonten zu kommen empfiehlt sich daher ein Girokonto Test. Ein solcher Test wird von vielen Finanzportalen im Internet angeboten.
Die Sicherheitsstufen für das Onlinebanking beinhalten im groben zwei verschiedene Systeme.
Da ist zum einen das PIN/TAN-Verfahren. Mit der PIN (Persönliche Identifikationsnummer) kann man sich in das System der Bank einloggen. Hier hat man dann Zugang zu den Kontodaten, zu den persönlichen Daten des Kontoinhabers und zu den Bewegungen auf dem Konto. Die TAN (Transaktionsnummer) ist dann wiederum nötig, wenn irgendwelche Transaktionen von dem Konto durchgeführt werden sollen. Hierfür verschickt die Bank eine TAN-Liste an den Kontoinhaber.Das PIN/TAN-Verfahren gibt es in verschiedenen weiteren Abstufungen. Diese sind: iTAN, mTAN, eTAN, eTAN plus. Dabei wird das System immer weiter perfektioniert um es immer sicherer zu machen. Beim iTAN beispielsweise wird immer eine ganz spezielle TAN Nummer aus der durchnummerierten TAN-Liste abgefragt.
Noch weiter gehen die HBCI-Verfahren (Home Banking Computer Interface). Hier erhält der Kunde eine Chipkarte, ein Kartenlesegerät und eine spezielle Banking-Software zum Onlinebanking. Das HBCI plus-Verfahren hört sich zwar noch sicherer an, ist aber ganz einfach über TAN oder iTAN wiederum weniger sicher als das eigentliche HBCI-Verfahren.Welche Sicherheitstechnik auch immer angewendet wird. Die Sicherheit beim Onlinebanking kann nie zu 100 Prozent gewährleistet werden. Auch das beste Sicherheitssystem ist nur sicher, wenn die Zugangsdaten nicht weitergegeben werden.Dennoch lohnt es sich über ein Onlinekonto nachzudenken. Häufig werden diese Girokonten von den Banken zu sehr günstigen Konditionen angeboten. Dabei ist nicht nur die Kontoführungsgebühr, sondern auch die Guthabenverzinsung zu beachten. Ein Girokonto mit einer ordentlichen Verzinsung kann durchauch mit einem als bestes Tagesgeldkonto offerierten Tagesgeldkonto mithalten. Die Verzinsung bei Onlinekonten ist durchaus auf Tagesgeldkonto-Niveau.
(Gastbeitrag von Tom Groß)