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Netzwerkverbindung über POF-Kabel

Teil 4: Die POF-Vernetzung (Polymer-optische Faser)

Jeder, der ein Netzwerk einrichten möchte oder muss, steht irgendwann einmal vor der Wahl, auf welche Weise er seine Geräte miteinander vernetzen möchte. Die häuslichen Gegebenheiten spielen dabei ebenso eine Rolle wie persönliche Vorlieben und Ansprüche. Eine perfekte Methode zur Vernetzung existiert leider nicht. Aber mit dem nötigen Hintergrundwissen, kann man leicht eine Entscheidung in die ein oder andere Richtung fällen.

Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Möglichkeiten, um per DSL ins Internet zu gehen:

  1. Die schnurgebundene Ethernet Verbindung
  2. Die kabellose W-LAN Verbindung
  3. Die Vernetzung über das Stromnetz
  4. Die POF Vernetzung (Polymer Optical Fiber)

Alle vier Arten verfügen über Vor- und Nachteile, die wir Ihnen hier vorstellen möchten.

4. Netzwerk per POF (Polymer Optical Fiber) einrichten


Homeplug

Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine kabelgebundene Vernetzung, allerdings mit sehr dünnen, leicht verlegbaren Kabeln: POF.

Vorteil dieser Lösung sind vor allem die Kabel, die einen sehr geringen Durchmesser (ca. 2mm) haben und sehr flexibel verlegt werden können. Auch sind sie gegenüber elektromagnetischen Einflüssen relativ unempfindlich. POF-Kabel können fast unsichtbar unter Teppichen verlegt werden, oder auch um Ecken herum. Mit den dicken, relativ behäbigen Ethernet-Kabeln wäre das undenkbar.

Polymerfaser liegt preislich um 30-40 Cent pro Meter, ähnlich wie bei Ethernet Kabeln. Meist sollte man sich aber ein komplettes Kit zulegen, da zudem ein Medienkonverter nötig ist. Dieser ermöglicht es, verschiedene Übertragungswege, also z.B. Ethernet und Ploymerkabel unter einen Hut zu bringen. Denn der heimische DSL-Router wird in der Regel nur normale LAN-Anschlüsse haben (sowie W-LAN) und kann so ohne weiteres nicht in ein POF-Netzwerk eingebunden werden.

Es gibt ein Startset der Firma Diemount, welches zwei Optospider™ CS-110 470nm Medienkonverter und die nötigen POF-Kabel enthält (Preis um 200 Euro). Das ermöglicht es auch, Räume nachträglich mit POF auszurüsten, ohne das bestehende LAN zu beeinträchtigen. Im Vergleich zum Kupfer-basierten Ethernet sind aufgrund der hohen Signaldämpfung (siehe
Dämpfung) allerdings geringere Reichweiten möglich. Bei den Medienkonvertern von Diemount sind je nach Modell 30 bzw. 70 Meter Reichweite möglich. Auch das Modell des Herstellers Ratioplast kommt auf diese Reichweite. Natürlich steigt der Stromverbrauch wegen der zusätzlichen Geräte an. Die Medienkonverter nehmen zwischen vier und acht Watt pro Paar auf.

Bei der Installation ist zu beachten, dass man die richtigen Kabel verwendet. Leider gibt es keinen einheitlichen POF-Standard. Jeder Hersteller hat seine eigenen Spezifikationen. In den Kits hat man natürlich immer die passenden Kabel, beim Neukauf von Polymerfasern sollte man aber darauf achten, solche vom selben Hersteller zu nehmen.





Von der Geschwindigkeit gehören POF-Netzwerke nicht zu den allerschnellsten. Gigabit darf man nicht erwarten. Fast-Ethernet, mit bis zu 100 Mbit/sec, ist allerdings möglich.

Für aufwendigere Verkabelungen gibt es zwei POF-Adapter vom Hersteller Roline. Um mehr als zwei Rechner über POF zu vernetzen, gibt es von Roline einen Ethernet-Adapter, der sich über zwei POF-Anschlüsse in den POF-Strang einklinkt. Für die Verbindung zu einem bestehenden, kabelgebundenen LAN eignet sich der Roline-Adapter mit einem POF-Port und einem 2-port Ethernet-Switch. Preislich liegen die Adapter incl. 50 Meter Kabel bei rund 220 Euro.



Wertung
+ sehr dünne, flexible Kabel, dadurch gut zu verlegen
+ gut geeignet, um nachträglich Clients ins Netzwerk einzubinden
+ kein zusätzlicher Elektrosmog, da kabelgebunden

- geringe Reichweite
- Gigabit nicht möglich
- zusätzliche Geräte nötig


zur Übersicht
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Falls Sie mehr als die vier LAN-Ports benötigen, die Ihnen Ihr DSL-Router zur Verfügung stellt, empfehlen wir Ihnen den Beitrag über Netzwerk Erweiterung

(Extra Beitrag zum Thema Devolo und Entertain)

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