Jeder DSL Nutzer bzw. Einrichter eines Netzwerks, steht irgendwann einmal vor der Wahl, auf welche Weise er seine Geräte miteinander vernetzen möchte. Die häuslichen Gegebenheiten spielen dabei ebenso eine Rolle wie persönliche Vorlieben und Ansprüche. Eine perfekte Methode zur Vernetzung existiert leider nicht. Aber mit dem nötigen Hintergrundwissen, kann man leicht eine Entscheidung in die ein oder andere Richtung fällen.
Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Möglichkeiten, um per DSL ins Internet zu gehen:
- Die schnurgebundene Ethernet Verbindung
- Die kabellose W-LAN Verbindung
- Die Vernetzung über das Stromnetz
- Die POF Vernetzung (Polymer Optical Fiber)
Alle vier Arten verfügen über Vor- und Nachteile, die wir Ihnen hier vorstellen möchten.
1. Die Vernetzung über LAN Kabel

Dies ist die klassische Methode, um ihren PC an ein DSL-Modem bzw. DSL-Router anzuschließen. Sie klemmen einfach ein normales LAN-Kabel (Ethernetkabel) zwischen Router und Netzwerkanschluss ihres PCs. Eingebürgert hat sich auch die Bezeichnung RJ-45 Kabel. Die Kabel sind gut abgeschirmt, so dass auf diese Weise keine Strahlung nach aussen dringt. Für gesundheitsbewusste Anwender also die mit Abstand sicherste Lösung.
Auch können kabelgebundene Netzwerke logischerweise nicht ungewollt vom Nachbarn oder anderen unbefugten Personen abgehört oder mit benutzt werden, so wie es bei kabellosen Verbindungen möglich ist. Die verfügbare Geschwindigkeit liegt bei heutigen Geräten bei bis zu 100 MB/sec. Das sind die klassischen 100BaseT Netzwerkverbindungen. Im professionellen Bereich gibt es durchaus auch schnellere Durchsätze im Gigabit oder 10-Gigabit Bereich. Auf kurz oder lang werden diese Technologien sicherlich auch für Privatanwender zugänglich werden. Wer solches anstrebt, sollte gleich zu den neueren CAT-7 Netzwerkkabeln greifen, die zwar etwas teurer sind als die CAT-5 Kabel, die für 100BaseT ausreichend sind, aber dafür auch zukunftssicher sind.
Größter Nachteil der kabelgebundenen Lösung ist der Umstand, dass die Kabel auch verlegt werden wollen, wenn sie nicht möchten, dass diese kreuz und quer durch ihre Wohnung verlaufen. Wenn Sie nur einen einzigen PC zu vernetzen haben, ist das Kabel wahrscheinlich nicht allzu störend, aber sobald sie auch noch den PC Ihrer Frau und die Rechner der Kinder mit einbinden möchten, kann schnell Kabelsalat entstehen. Oft steht der Router dabei auch im Keller oder in einer anderen Etage als die Rechner. Wenn Sie sich also für die Ethernetmethode entscheiden, ist entweder aufwendiges Strippenziehen angesagt oder die Unterputz-Verlegung der Kabel. Das empfiehlt sich in den meisten Fällen nur dann, wenn Sie ohnehin gerade renovieren wollen oder ein neues Eigenheim bauen.
Wenn ihr DSL Router zudem über weniger LAN-Anschlüsse verfügt als Sie benötigen, ist die Anschaffung weiterer Hardware vonnöten. Die meisten Router haben vier LAN-Anschlüsse, mit denen Sie vier PCs in das Netzwerk integrieren können. Benötigen Sie weitere Anschlüsse kommen Sie um die Anschaffung eines Switches nicht herum.
Wertung:
+ strahlungsarm
+ abhörsicher
+ guter Datendurchsatz
+ keine Funklöcher
- Kabelsalat
- hoher Aufwand bei Unterputzverlegung
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Falls Sie mehr als die vier LAN-Ports benötigen, die Ihnen Ihr DSL-Router zur Verfügung stellt, empfehlen wir Ihnen den Beitrag über Netzwerk Erweiterung
(Extra Beitrag zum Thema Devolo und Entertain)
Aktuell: Es gibt jetzt auch Stromnetz von der Telekom, nämlích die T-Home Powerline Adapter, siehe T-Home Powerline